Geplante Schließung des dm-Drogeriemarktes in der Innenstadt

Geplante Schließung des dm-Drogeriemarktes in der Innenstadt

 „Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein“ lautet der Slogan der Drogeriemarktkette dm. Unternehmens. „Wir machen den Unterschied“, ein weiteres Motto der beliebten Einzelhandelskette. Nachhaltiges Handeln sei bei dm tief verwurzelt, denn Nachhaltigkeit bedeute auch sichere Zukunftsfähigkeit nicht nur in der ökonomischen Dimension, sondern auch im Ökologischen, im Sozialen und im Kulturellen. Auf der Internetseite ist zu lesen, dass der Einzelhändler mit rund 41.000 Mitarbeitern Deutschlands umsatzstärkster Drogeriemarkt ist. In den mehr als 2.000 dm-Märkten, die es deutschlandweit gibt, kaufen täglich mehr als 1,7 Millionen Kunden ein. In der unabhängigen Verbraucherumfrage „Kundenmonitor“ liege dm seit nahezu 20 Jahren an der Spitze der überregionalen Drogeriemärkte. Die Kunden verbinden auch in St. Ingbert mit dm Vertrauen, Begeisterung, Sympathie und Zukunftsorientierung. 

Digitales Einkaufen für viele keine Lösung

Groß der Schreck bei der Bevölkerung und den Verantwortlichen der Stadt über die geplante Schließung der Filiale in der Innenstadt. „Mit der Schließung können immobile Senioren, Schüler oder Innenstadtbewohner nicht mehr Mensch sein und auch nicht mehr „hier“ einkaufen“, schreiben Oberbürgermeister Dr. Ulli Meyer und die Verantwortlichen der Stadt in einem persönlichen Brief an den Geschäftsführer Christoph Werner. Digitales Einkaufen sei für diese Zielgruppe keine Lösung.

Zukünftig mehr Kunden in der Innenstadt

Zugleich wurde auch die Zukunftsentwicklung St. Ingberts zum Thema gemacht:  „Für St. Ingbert eine positive Entwicklung ab: Wohnen und ein Open-Source-Gründerzentrum in unmittelbarer Nachbarschaft auf ca. 3500 qm2, kostenfreies Parken in der Innenstadt, eine an Ihre Bedürfnisse angepasste Parksituation vor dem Drogeriemarkt, die Entwicklung eines neuen Stadtviertels in der Nachbarschaft auf einer Brachfläche, die Etablierung des vom Land als Leitprojekt innenstadtnahen IT-Ausgründungscampus sprechen für mehr Kunden in der Innenstadt“.

Der Vereinsvorsitzende des Vereins Handel & Gewerbe HGSI bringt noch einen weiteren Aspekt in die Diskussion mit ein: „Eine Schließung des dm-Standortes in der Innenstadt wäre gerade in Corona-Zeiten sehr bedauerlich. Gerade in schwierigen Zeiten gilt es unsere Städte weiterzuentwickeln und dafür zu sorgen, dass das umfangreiche Angebot erhalten bleibt“. Während einer Pandemie sei es wichtig einen Anbieter von Drogerie- und Hygieneartikeln in der Innenstadt vorzuhalten. „Diese Filiale wird von vielen Senioren, Schülern und Bürgern genutzt. Sie ist zudem auch Konsumenten-Magnet für unsere Innenstadt“.

Doch jetzt ist auch die Bevölkerung gefordert: „Wir tun alles, was in unserer Macht steht“, so Martina Quirin. „Es liegt jetzt aber auch an den Kunden ihre Treue zu beweisen und die Stimme zu erheben.