Frühlingsgefühle bei Kröten und Co.

Frühlingsgefühle bei Kröten und Co.

Sprichwörtlich kommen mit dem Frühling auch die Frühlingsgefühle und Liebe liegt in der Luft. Die Vögel zwitschern, stecken damit ihr Revier ab und locken Partner an.

Der Frühling lässt auch Molche, Frösche und Kröten aus ihrer Winterstarre erwachen und sie machen sich zur Partnersuche und Fortpflanzung auf den Weg an die nächstgelegenen Gewässer.

Doch dabei lauern viele Gefahren, denn natürlich gibt es einige Tiere, die diese Amphibien auf ihrem Speiseplan haben.

Größte Gefahr: Der Mensch

Die größte Gefahr stellen aber wir Menschen dar. Denn vielfach müssen die Tiere auf dem Weg zum Gewässer Wege und Straßen überqueren. So werden sie vor allem im Frühjahr zu Tausenden überfahren. Dabei sterben sie nicht nur, wenn sie direkt unter die Reifen kommen, auch der Strömungsdruck, der durch ein Auto verursacht wird, ist für die Tiere tödlich. Je höher die Geschwindigkeit, desto höher die Verluste.

In günstigen Nächten über 1.000 Tiere auf den Straßen um den Glashütter Weiher

Was also tun? An Stellen, an denen es zu großen Amphibienwanderungen kommt, werden Krötenzäune aufgestellt, die in gewissen Abständen mit Eimern versehen sind, in die die Kröten dann hineinfallen. Hier warten sie, bis freiwillige Helfer sie einsammeln und auf die andere Straßenseite tragen.

In Stadtgebiet St. Ingbert gibt es so einen Krötenzaun am Glashütter Weiher. Die Aktiven der NABU-Ortsgruppe kümmern sich um die Betreuung des Zauns. „Leider wandern die Kröten aber auch über die Parkplätze und dann weiter auf die Straße. Die Helfer müssen die Kröten deshalb auch dort einsammeln“, erzählt Anita Naumann, Mitglied im NABU. In günstigen Nächten (ab ca. 7°C und Feuchtigkeit) könnten es über 1.000 Tiere sein, die so von den Freiwilligen zum Wasser getragen werden.

Wenn möglich: Im März und April auf Fahrten in der Dunkelheit verzichten

Wenn es sich vermeiden lässt, sollte man auf Fahrten zum Glashütter Weiher im März und April in der Dunkelheit einfach verzichten, so Naumann weiter. Aber natürlich könnten überall im Stadtgebiet, wo Gewässer in der Nähe sind, wandernde Amphibien auftreten. Deshalb sollte man, wo es geht, die Fahrt mit dem Auto zur Wanderungszeit im Dunkeln an solche Stellen vermeiden.

Das Bild von Anita Naumann zeigt ein Krötenpaar auf dem Weg ans Wasser.