Incredible Base: Großprojekt Sinn-Gebäude bringt weitere Urbanität und junge Menschen in die Stadt

Incredible Base: Großprojekt Sinn-Gebäude bringt weitere Urbanität und junge Menschen in die Stadt

Das Sinn-Gebäude in der Kaiserstraße steht gefühlt schon ewig leer. Der Dornröschenschlaf hat sich aber gelohnt. In Kürze starten die Bauarbeiten zu einem weiteren urbanen und zukunftsweisenden Projekt in der Unterstadt.

Neue Unternehmen braucht das Land!! Die Start-Up- oder Gründer-Szene wird nicht nur im Saarland mit Hochdruck gefördert. Es entstehen weltweit neue Arbeitswelten. So wie beispielsweise in Paris das Großprojekt „Station F“. Ende September 2013 startete die französische Metropole ein Projekt für ein gigantisches Gründerzentrum, das Platz für bis zu 1000 innovative IT-Start-ups auf einer Fläche von 34.000 qm bietet. Im April 2017 wurde der neue Campus, der als größter Start-up-Campus gilt, unter seinem neuen Namen “Station F.” eröffnet. Dieses Mammutprojekt war der Vorreiter und begeisterte die beiden jungen Unternehmer Ralf Jung und Max Chodura. Gemeinsam mit starken Partnern an ihrer Seite haben sie in St. Ingbert Großes vor. Wir sprachen mit den beiden.

Was zieht euch nach St. Ingbert?

Die Gründerszene ist derzeit noch hauptsächlich in Saarbrücken. Junge Unternehmen oder kleine Start-Ups werden meist ohne viel Geld aber mit viel Know How gegründet. Sie benötigen Orte, an denen sie sich mit anderen treffen und austauschen, arbeiten sowie vernetzen können. Zentral, nah an den Forschungsinstitutionen und mit einer guten Infrastruktur versehen. St. Ingbert hat das Potenzial in dieses Schema zu passen. Wir hoffen zudem, St. Ingbert damit zu verjüngen und mehr Publikum in die Innenstadt zu bringen. Das Sinn-Gebäude ist dafür perfekt geeignet.

Wie kann man sich das große Gebäude in einem Jahr vorstellen?

In einem Jahr sollen im Sinngebäude etwa 150 zum Teil variable Arbeitsplätze, die man für eine bestimmte Zeit mieten kann, entstehen. Es wird Veranstaltungs- Konferenz- und Gemeinschafts- und Ausstellungsräume sowie Werkstätten geben. In den oberen Etagen werden möblierte, kleine aber schicke Ein- bis Zwei-Zimmer-Apartments entstehen. Im Erdgeschoss wird ein Café die Bevölkerung einladen, sich in einer Ausstellung die Arbeiten der Start-Ups anzuschauen und auch auszuprobieren. Idealerweise kommt man ins produktive Gespräch. Oben auf dem Dach wird eine „Rooftop-Bar“ ebenfalls für die Bürger der Stadt eröffnet werden. Ziel ist dabei immer das gemeinschaftliche Miteinander.

Wie geht es konkret los?

In einem ersten Schritt wird das Sinn-Gebäude von innen entkernt. Die Rolltreppen und die Haustechnik werden demontiert. Über den Winter werden Roharbeiten geleistet. Man wird also von außen nicht sehr viel sehen. Die großen Schaufenster bleiben. Wir wollen kein Fremdkörper in der Stadtmitte sein.

Was ist das Besondere und Neue an diesem Konzept?

In einem solchen Co-Working Space sollen sich die Jungen und Kreativen auf die eigentliche Arbeit konzentrieren können. Hier werden sie zusätzlich unterstützt. Sprechstunden oder kleine Büros von Dienstleistern, Steuerberatern, Notaren oder Vertriebsexperten im Gebäude bieten Möglichkeiten, sich Expertenrat einzuholen.

Wie wird die Architektur aussehen?

Diese soll dem Gesamtthema angepasst sein. Die Innenarchtitektur wird an ein Basecamp als Vorbereitung zur Erklimmung eines Achttausenders im Himalaya angelehnt. Modern und verbunden mit einer sehr guten Infrastruktur werden die Räume ausgestattet sein.

Wie ist euer Zeitplan?

Der Bauantrag ist eingereicht. Wir hoffen, noch im Herbst starten zu können. Spätestens Ende 2021 wollen wir die ersten Startups bei uns begrüßen.

Wie profitiert St. Ingbert?

Zahlreiche junge Menschen werden am Rand der Innenstadt arbeiten. Sie werden die Stadt zum Einkaufen und Leben nutzen. Eine win-win-Situation. Wir hoffen sehr, dass die St. Ingberter die große Chance erkennen, offen auf die jungen Menschen zugehen und mit ihnen in Kontakt kommen.

Zu dem Bild oben: Gemeinsam kreativ arbeiten in Kooperation mit der Bevölkerung. Das ist das Konzept der neuen Betreiber im SINN-Gebäude,  Bild helena-lopes-1m2LQEonm2A-